Nahrungsmittelunverträglichkeit oder Hysterie?

Ein kritischer Artikel über die Hysterie der „angeblichen“ #Nahrungsmittelunverträglichkeiten. In meiner Praxis habe ich Patientinnen und Patient mit echten Unverträglichkeiten, aber auch welche die nur empfindlich auf bestimmte Nahrungsmittel reagieren. Häufig geht dies in der Tat einher mit einer psychischen Unausgeglichenheit, aber auch auf eine nicht mehr intakte Darmflora. Da #Darm und #Psyche ständig im Wechselspiel agieren, ist keinem damit gedient nur teure Produkte - die dies oder das nicht beinhalten - zu kaufen. Wenn es der Psyche hilft weil plötzlich mehr Augenmerk darauf gelegt wird was wann und wie gegessen wird, erfüllt es aber einen Zweck (sich selbst wieder zu spüren, wahr- und wichtig zunehmen).

 Was meines Erachtens aber krass im Gegensatz zu dem im Artikel angeführten Hype Nahrung wegzulassen, zu verzichten etc. steht ist, dass unsere Gesellschaft immer dicker wird.

Hiermit bestätigt sich was einst Paracelsus (1493–1541) sagte:

 „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.“

 

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/allergien/article/939341/orthorexie-gefuehlten-allergien.html?cm_mmc=Newsletter-_-Newsletter-C-_-20170706-_-Allergien

 

In Würde Altern

 

Botox* hin - Lidstraffung her, Hauptsache das wahre Alter ist nicht ersichtlich!

 

Nach außen sehen viele Frauen, gerade die in der Öffentlichkeit tätig sind,  immerwährend jung bis maximal mittelalt aus. Aber was macht es eigentlich mit uns, die äußeren Zeichen der Zeit weg zu retuschieren? Jede Falte wird argwöhnisch begutachtet, da kommt Hilfe von außen doch wie gerufen. Macht doch nichts, sagen Sie? Hier liegt meiner Meinung nach aber der Irrtum.
Wie meine Mutter einmal sagte: "Das größte Drama im Leben ist, dass die Seele nicht altert!" Sie meinte damit, dass sich der Körper verbraucht, aber sich eine 70jährige Person oft  noch wie 50 fühlt, eine 50jährige wie eine Mittdreißigerin und so weiter.

 

Aber meine Damen und Herren meiner Generation (1960er Jahre), ich muss Ihnen leider mitteilen, wir sind es nicht mehr! Ein Blick in den Spiegel erinnert uns daran, dass ab Mitte 50 wahrscheinlich das letzte Drittel unserer Lebenszeit angebrochen ist. Wir sollten also nach innen gehen und uns genau überlegen, was möchten wir noch erleben, was lohnt sich wirklich und wovon möchten wir uns befreien.

 

In Ruhe und Würde altern, das konnten unsere Großeltern vielleicht besser. Da hatte die Oma ihre weißen Haare, Schürze oder Kittel an, backte mit den Enkeln Plätzchen, las vor und so weiter (einverstanden, dass ist sehr plakativ, aber schön bildlich).
Heute toben die Großeltern noch in der Disco herum, wogegen nichts zu sagen ist. Keiner soll  in Sack und Asche gehen, dennoch sollte das biologische Alter nicht verdrängt werden. Weiß der 50jährige, mal ganz ehrlich, dass er für 20-30jährige wirklich "sehr alt" ist und eben nicht mehr einer von ihnen ist? Sehr anschaulich ist hier der Film: "Türkisch für Anfänger", in dem sich die Mutter wie eine Jugendliche ihrer Generation (1970er Jahre) aufführt.

 

Ist also die Botox-Generation eventuell eine Generation von Verdrängern? Wollen sie vielleicht das Bewusstsein, im letzten Drittel des Lebens zu sein, am liebsten wie ein schlechtes TV-Programm wegzappen?

 

Was bringt uns also ein faltenfreies Gesicht? Machen wir uns damit und anderen vor, dass wir noch gar nicht so alt sein können und machen wir uns dadurch eventuell sogar Mut, wie Kinder die bei Angst laut anfangen zu singen, wenn sie in den Keller gehen müssen?
Leider nützt all die Verdrängung überhaupt nichts, da der Tod noch nie jemanden übersehen hat. Wäre es also nicht besser und sinnvoller in ein Gesicht zu blicken, dass schon viel erlebt, überstanden und genossen, geliebt und gelebt hat? Meiner Meinung nach sollten wir die große Chance nutzen, ehrlich mit uns zu sein und uns mit dem Leben und auch dessen Ende auseinanderzusetzen. So können wir ganz "bewusst" jeden Tag in vollen Zügen genießen!

 

 

*Botox steht stellvertretend für alle künstlich herbeigeführten verjüngenden Maßnahmen, auch Schönheitsoperationen, etc.

 

 

Softdrink-Steuer:

 

Ein interessanter Beitrag. Die Idee ist nicht schlecht den Menschen vor der Unvernunft des Menschen zu schützen, aber wohl nicht durchführbar. Natürlich finde ich es wichtig frei zu sein, selbst entscheiden zu können, ohne weitere Gesetze oder Steuern.

 

Aber mal ganz ehrlich, haben viele Menschen überhaupt wirklich einen freien Willen oder erliegen sie nicht in Wahrheit der Manipulation der Werbung?

 

So lange Süßigkeiten für unsere Kinder (weiß Gott, hier sind Eltern besonders sensibel, sie wollen ja nur das „Beste“ für die Kleinen) als Kindergesundheit verkauft werden, glaube ich nicht an ein Umdenken.

 

Zurück zu den Süßgetränken. So geben die zuckerhaltigen Getränke häufig schnell verfügbare Energie und setzen vielleicht sogar kurzzeitig eine Art Glücksgefühl frei. Hinzu kommt noch, dass Discounterlimos oft günstiger als Schokolade oder andere Süßigkeiten sind. Viele Menschen verkennen auch die Zusammenhänge zwischen Zucker und Gesundheit, sei meinen, es sei ja „nur“ ein Getränk. Langfristige Folgen des zu hohen Zuckerkonsums werden erst gar nicht angedacht und/oder sofort verdrängt. So nimmt alles seinen Lauf. Die Mode ändert sich, weg von schlank hin in Richtung Rubensfigur – allerdings eben dann auch häufig mit verkürzter Lebenserwartung.